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Lead Discovery Center geht an den Start

Mehr innovative Medikamente aus Deutschland - Die Max-Planck-Innovation GmbH, die Technologie-Transfer-Einrichtung der Max-Planck-Gesellschaft, teilt mit, dass ihr neues Tochterunternehmen, die Lead Discovery Center GmbH (LDC), den Betrieb aufnimmt. Das in Dortmund ansässige LDC wird bis Ende 2008 voraussichtlich ein Team von 15-20 Mitarbeitern beschäftigen, in erster Line erfahrene Arzneimittelentwickler, Wissenschaftler und Projektmanager mit besonderer Expertise im Bereich Drug Discovery sowie technische Assistenten.

Als unabhängiges, kommerziell orientiertes Unternehmen, wird das LDC viel versprechende Projekte aus der Grundlagenforschung aufnehmen und über die verschiedenen Stufen der Wirkstoffentwicklung bis hin zu pharmazeutisch aktiven Substanzen entwickeln, die direkt in präklinische und klinische Studien eingebracht werden können. Der Schwerpunkt liegt auf Volkskrankheiten wie z.B. Krebs, Diabetes, neurodegenerativen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die bislang nur unzureichend behandelt werden können. Die ersten Projekte werden aus Max-Planck-Instituten stammen. Das LDC ist jedoch offen, auch Forschungsergebnisse aus anderen öffentlichen Forschungseinrichtungen oder aus der Industrie aufzunehmen.

„Wir haben lange und intensiv mit Industrieexperten und Investoren an diesem neuen Konzept gearbeitet, um die Entwicklung innovativer Medikamente in Deutschland voranzubringen”, sagt Matthias Stein-Gerlach, Projektleiter für das LDC bei Max-Planck-Innovation. „Wir freuen uns, das Projekt jetzt an das hervorragende Start-Team zu übergeben, das wir in den letzten Monaten für das LDC gewinnen konnten, und sehen mit Zuversicht dem Beginn der operativen Tätigkeit entgegen.”

Das LDC führt die Bereiche Biologie, Medizinalchemie und Pharmakologie mit professionellem Projektmanagement zusammen. Ausgehend von Forschungsarbeiten, die neue Ansatzpunkte für den gezielten Einsatz therapeutischer Wirkstoffe bieten, wird das LDC-Team chemische Substanzen mit gewünschter inhibierender oder modulierender Wirkung identifizieren und diese anschließend zu Leitstrukturen für den pharmazeutischen Einsatz optimieren. Die Endprodukte typischer LDC-Entwicklungen sind pharmakologisch aktive Substanzen, die alle Kriterien eines Medikaments erfüllen und deshalb höchst attraktiv für eine Einlizenzierung oder Entwicklungspartnerschaft mit der biopharmazeutischen Industrie sind. Bis das LDC daraus eigene Einnahmen erzielt, wird die Finanzierung nachhaltig durch verschiedene Quellen gesichert, u.a. durch projektbezogene Unterstützung seitens der Max-Planck-Gesellschaft, öffentliche Fördergelder und Spenden.

„Das LDC ermöglicht eine neue Qualität in der innovativen Arzneimittelentwicklung,” kommentiert Bert Klebl, Geschäftsführer des LDC. „Erstmals können wir die besten Projekte aus der Grundlagenforschung auswählen und professionell bis zum ersten Proof-of-Concept entwickeln, ohne den üblichen Spielregeln des Kapitalmarktes unterworfen zu sein. Der Investmenthorizont von Risikokapitalgebern ist typischerweise eher kurz und Standardmodelle zur Bewertung von Risiko- und Gewinnaussichten sind für frühe Projekte nicht anwendbar. Deshalb haben wir in den letzten Jahren viele fantastische Projekte scheitern sehen – völlig unhabhängig von ihrem therapeutischen und kommerziellen Potenzial. Der neue, nachhaltige Ansatz des LDC wird dazu beitragen, die kritische frühe Phase der Arzneimittelentwicklung zu bewältigen - und ich freue mich, daran teilzuhaben.”

Das LDC ist ein wichtiger Baustein des Drug Development Center (DDC) von Max-Planck-Innovation, das im März dieses Jahres die Endrunde des BioPharma-Wettbewerbes erreicht hat. Der Wettbewerb ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Über Max-Planck-Innovation

Max-Planck-Innovation berät und unterstützt Wissenschaftler der Max-Planck-Gesellschaft bei der Bewertung von Erfindungen und der Anmeldung von Patenten. Max-Planck-Innovation vermarktet Patente und Technologien an die Industrie und coacht Gründer beim Aufbau neuer Unternehmen, die auf Forschungsergebnissen der Max-Planck-Gesellschaft basieren.

Pro Jahr evaluiert Max-Planck-Innovation durchschnittlich 150 Erfindungen, von denen etwa die Hälfte zu einer Patentanmeldung führt. Seit 2000, wurden rund 35 Ausgründungen betreut, über 700 Lizenzverträge abgeschlossen und daraus rund 130 Millionen Euro an Erlösen für die Erfinder, Institute und die Max-Planck-Gesellschaft erzielt. Mit dieser Bilanz zählt Max-Planck-Innovation weltweit zu den erfolgreichsten Technologietransfer-Einrichtungen.

Max-Planck-Innovation wurde 1970 als Garching Instrumente GmbH gegründet und operierte von 1993 bis 2006 unter dem Namen Garching Innovation.

Kontakte für Max-Planck-Innovation

Dr. Matthias Stein-Gerlach, Projektleiter LDC
Tel: + 49 89 29 09 19-18,
Email: stein-gerlach@max-planck-innovation.de

Dr. Jörn Erselius, Geschäftsführer
Tel: + 49 89 29 09 19-0,
Email: erselius@max-planck-innovation.de

Kontakt für das LDC

Dr. Bert Klebl, Geschäftsführer LDC
Tel: +49 231 97 42-7000,
Email: info@lead-discovery.de

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Pressekontakt

Markus Berninger
Telefon: (089) 290919-30